Auf ihrem vierten Album setzt das deutsche Trio seine unglaubliche Mischung aus Black/Thrash und traditionellem Heavy Metal fort.
DYING VICTIMS PRODUCTIONS ist stolz darauf, das mit Spannung erwartete vierte Album der deutschen Band WITCHING HOUR, „Descending… Where Time Has Ceased to Exist“, auf CD und Vinyl-LP zu präsentieren.
Es war eine lange, seltsame Reise für WITCHING HOUR. Die 2006 im Südwesten Deutschlands gegründete Band tendierte in ihren frühesten Werken zum paradigmatischen Blackthrash, insbesondere zu dessen germanischer Ausprägung. Und obwohl die Veröffentlichungen in dieser Zeit geduldig spärlich ausfielen, waren sie durchweg von hoher Qualität und mündeten schließlich in das wegweisende dritte Album von 2018, …And Silent Grief Shadows the Passing Moon. Hier etablierten sich WITCHING HOUR als einige der stärksten Songwriter des Thrash Metal, mit einem fast traumhaften Erzählfluss und einem Sound, der sich deutlich von ihren bescheidenen Anfängen abhob. Zweifellos ein Karrierehöhepunkt, doch dann folgte Stille…
So ist es nun einmal bei WITCHING HOUR: Geduld wird mit ihrem lang erwarteten vierten Album „Descending… Where Time Has Ceased to Exist“ belohnt. Ähnlich wie sein imposanter Vorgänger umfasst „Descending…“ fünf epische Tracks (plus instrumentales Intro) und übertrifft diesmal die Spielzeit um zwei Minuten auf insgesamt 44 Minuten: Eine Reise erwartet uns wahrlich. Tatsächlich hat die Band das Album in den Journey into Eternity Studios aufgenommen, gemischt und gemastert, die dem Schlagzeuger Sascha Bastian gehören.
Uraltes Metal-Mystik ist die Atmosphäre, die das vierte Album von WITCHING HOUR wie ein ätherisches Kettenhemd umhüllt. Die Rauheit des Vorgängers wurde leicht zu einem rustikalen Schimmer poliert, während das Songwriting angemessen vielfältiger und komplexer wird – und, was noch einzigartiger ist, eine Paradoxie aus Dichte und Weite besitzt. Während sich jede Komposition auf Pfaden windet, die abwechselnd geheimnisvoll, düster und triumphierend sind, galoppiert das Power-Trio mit einer Selbstsicherheit dahin, die bis zum Äußersten fesselnd ist; der narrative Fluss ist flüssiger denn je und zieht den Hörer tiefer in das allumfassende Erlebnis hinein. Dass ihre Riffs noch (düsterer) melodisch geworden sind und die Soli heller lodern als zuvor, unterstreicht lediglich die traditionellen Metal-Wurzeln der Band, insbesondere die der NWOBHM.
Zusammenfassend zu sagen, dass „Descending… Where Time Has Ceased to Exist“ Prog-Rock-Strukturen mit alten Heavy-Metal-Riffs und -Melodien verbindet und in die Atmosphäre des wegweisenden deutschen Thrash und frühesten Black Metal gehüllt ist, erklärt nur die Hälfte der Brillanz von WITCHING HOUR an diesem Punkt – aber es wird euch vielleicht dazu ermutigen, diese Reise zu beginnen!