Seit drei Jahrzehnten gehören WASTED zu den beständigsten, kompromisslosesten und unverkennbarsten Punkrock-Bands Finnlands. Punk war für WASTED nie nur ein Kostüm, eine Phase oder ein auf drei Akkorde beschränktes Genre. Es ist eine lebenslange Verpflichtung – eine Ethik, die in der DIY-Kultur, Solidarität und Widerstand verwurzelt ist. WASTED haben Punk immer eher als Werkzeug denn als Stil betrachtet: als eine Möglichkeit, Macht in Frage zu stellen, Ungerechtigkeit zu bekämpfen und etwas Sinnvolles außerhalb des Mainstreams aufzubauen. Ob in besetzten Häusern, Clubs, auf Festivals oder in Kellern – die Band hat stets dieselben Werte auf jede Bühne getragen, Kompromisse abgelehnt und ist dabei offen, inklusiv und zutiefst menschlich geblieben. In einer Szene, in der unzählige Trends gekommen und gegangen sind, hat WASTEDs Verständnis von Punk als Aktion – und nicht als Nostalgie – sie seit 30 Jahren relevant gehalten, und das wird auch so bleiben.
WASTED wurden 1996 in Joensuu gegründet und tauchten aus den östlichen Randgebieten des Landes mit einem Sound auf, der roh, eindringlich und äußerst politisch war – und diese Eindringlichkeit haben sie nie verloren. Dreißig Jahre später misst sich ihr Vermächtnis nicht nur in Platten, sondern auch in zurückgelegten Kilometern und vergossenem Schweiß. Mit fast 1000 Shows im Rücken tourten WASTED unermüdlich durch Europa und durchquerten Finnland immer wieder. Manche Jahre waren von ständigen Tourneen geprägt, andere von weniger Auftritten; doch bemerkenswerterweise verging kein einziges Jahr, in dem WASTED nicht auf der Bühne standen.
Heute ist die Band, bestehend aus Ville Rönkkö (Gesang), Antti Rönkkö (Gitarre), Tuomas „Jamppa“ Järvinen (Bass) und Miikka Järvinen (Schlagzeug), geografisch über Helsinki, Tampere und Berlin verstreut, doch ihr Zusammenhalt und ihre Tatkraft sind nach wie vor ungebrochen.
Das Herzstück von WASTED ist eine Besetzung, in der jeder Einzelne unverwechselbar und unverzichtbar ist. Die Gitarren hauen sich Riff für Riff durch, als wollten sie ihren eigenen Verstärkern davonlaufen, während der Bass mit der Wucht von Schwermaschinen dröhnt und sowohl den Veranstaltungsorten als auch den inneren Organen der Zuschauer strukturelle Schäden anzudrohen scheint. Der Schlagzeuger sieht aus, als würde er jeden Song gleichzeitig zum ersten und zum letzten Mal spielen – Arme überall, das Gesicht irgendwo zwischen purer Freude und leichter Panik, und doch landet irgendwie alles genau dort, wo es hingehört. Obendrein klingt der Gesang permanent heiser, als wäre er von schlechtem Kaffee, langen Nächten und fragwürdigen Lebensentscheidungen angetrieben, und brüllt die Zeilen mit der Dringlichkeit von jemandem heraus, der weiß, dass die Welt in Flammen steht, und dennoch darauf besteht, es noch einmal laut herauszuschreien.
Im Laufe der Jahre hat diese bunt zusammengewürfelte Truppe einen stetigen Strom an Alben und EPs veröffentlicht und so ein Werk geschaffen, das sowohl Beständigkeit als auch Weiterentwicklung widerspiegelt. Ihr letztes Album „Modern Lie“ zeigte eine Band, die nicht bereit war, auf der Stelle zu treten, sondern ihren Sound straffte und gleichzeitig ihre Botschaft schärfte. Jetzt, vier Jahre später, kehren WASTED stärker denn je zurück.
Das neue Album „The Future Is On Fire“ zeigt die Band in Höchstform: schneller, kompakter, kraftvoller und deutlich melodischer – ohne dabei die für sie so charakteristische Rohheit aufzugeben. Auf dieser Platte bekennen sich WASTED offen und ohne zu zögern zu ihren Einflüssen. Anklänge an Dead Kennedys, Dead Prez, Ennio Morricone, The Clash, Home Front und Against Me! tauchen überall auf … ABER VOM ALLERERSTEN BEAT AN IST KEIN ZWEIFEL DARAN, DASS ES SICH UM WASTED HANDELT. Ihr charakteristischer Sound bleibt unverändert: Konfrontativ und doch eingängig, aggressiv und doch nachdenklich. Textlich sind WASTED seit langem für ihre zum Nachdenken anregende, explizit antifaschistische Haltung bekannt, und auf „The Future Is On Fire“ wirkt ihre Botschaft dringlicher und relevanter denn je. Das Album konfrontiert den zunehmenden Autoritarismus, den sozialen Verfall und die politische Apathie mit Klarheit und Überzeugung!
„The Future Is On Fire“ umfasst 11 Songs und erscheint am 20. Mai 2026 auf LP, CD und in digitalen Formaten über Combat Rock Industry (Finnland), Sabotage Records (Deutschland) und Scene Police (Europa).
Auch nach 30 Jahren sind Wasted keine Nostalgieband, kein Relikt der Vergangenheit und keine Band, die sich auf ihren Lorbeeren ausruht. Sie sind lauter, schärfer und entschlossener denn je: Sie beweisen, dass Punkrock, wenn er richtig gemacht wird, nicht altert, sondern Feuer fängt.