Nach 13 Jahren der Stille erklingt aus den Tiefen von Arkansas wieder ein beunruhigender Klang, der seltsam vertraut und doch irgendwie noch gespenstischer ist. Es gibt keinen Zweifel daran, worum es sich handelt. RWAKE hat eine neue Übertragung veröffentlicht. Die Rückkehr der Magie ist da.
Jahre sind nun in ein Album geflossen, das in ein wirbelndes, kosmisches Unbekanntes reicht - RWAKE sind gewachsen, und die Perspektive des Materials hat sich entsprechend verschoben. Überwältigend auf dem Höhepunkt und eindringlich in den Momenten des Innehaltens, The Return of Magik ist unbestreitbar RWAKE; und jeder Moment fühlt sich an wie eine emotional fesselnde Reise.
Die Arrangements, die über Jahre hinweg sorgfältig und durchdacht in Schichten aufgebaut wurden, verleihen Mystik und das Gefühl, auf eine kathartische Befreiung hinzuarbeiten. Es gibt keine Schachtel, in die das Material passen könnte, außer der mit dem Namen der Band darauf.
Aufgenommen Anfang 2024 bei East End Sounds in Hensley, Arkansas, stellt The Return of Magik RWAKEs neuen Lead-Gitarristen Austin Sublett mit einer Flut von geschredderten Soli vor, die zu den kantigen, progressiven Metal-Riffs der kieferbeklemmenden Momente des Albums passen, während sie eine durchgehende Linie aus geschmolzener, eindringlicher Atmosphäre präsentieren. Der Opener „You Swore We'd Always Be Together“ - bereits ein fester Bestandteil von Livesets - und das weitläufige „Distant Constellations and the Psychedelic Incarceration“ bewegen sich mit Grausamkeit und Anmut gleichermaßen. Vorhersehbare, synkopische Riffs wiegen sich gegen Moog-getriebene Räume und gutturales Gebrüll.
Die Songs von The Return of Magik stehen für sich allein als individuelle post-metallische Mischungen von Genres.
RWAKE sind nach wie vor mit zwei Frontsängern besetzt; Chris Terrys kraftvoller Gesang trifft auf Brittany Fugates markante Schreie. Jeff Morgan kehrt an das Schlagzeug zurück, zusätzlich zur akustischen Gitarre und dem 12-saitigen Bass. Bassist und Geräuschemacher Reid Raley, Sublett und sein Gitarristenkollege John Judkins sorgen für eine gewaltige und fesselnde Instrumentalkulisse - ruhige, kontemplative Passagen explodieren oft in herzzerreißenden, doomigen Verzerrungen. The Return of Magik brennt heller und übertrifft die Grausamkeit des bereits legendären Katalogs der Band.
Obwohl die Magik düster sein mag, kann man die Art und Weise, wie RWAKE darin schwelgen, nur als Feier bezeichnen.