Der Sound von Spirit entstand aus einer neu entdeckten Liebe zum Klavierspiel. Vor etwa eineinhalb Jahren überraschte mich meine Freundin mit einem gemieteten Klavier. Es war nicht in seiner besten Form, aber es fügte sich in meine Wohnung, als sei es dort schon immer zu Hause gewesen und ich begann schließlich es jeden Morgen zu spielen.... zuerst nur so zum Spaß, aber es wurde langsam zu einem Morgenritual, das ich nicht mehr abschütteln konnte.
Als sich unsere Secular Sabbath Events weiter entwickelten und um die Welt reisten, hatten wir das Glück, einige inspirierende Musiker treffen und mit ihnen ein wenig herum zu experimentieren. Aus diesen Experimenten wurden neue Ideen geboren, die ich schließlich in Songs mit Künstlern wie Thomas Bartlett und Ólafur Arnalds umsetzen konnte. Ihr musikalisches Genie schmückt unter anderem nun diese Platte. Als ich mit den beiden arbeitete, spielte jeder von ihnen zufällig ein Yamaha-Piano aus den 80er Jahren. Ab einem bestimmten Punkt wusste ich dann, dass ich mir selbst auch genauso eins besorgen musste: Sein Klang sprach zu mir, durch mich. Der erste Klavierladen, den ich besuchte, lag in Koreatown, Los Angeles. Und das erste Piano, das ich dort sah, war ein 84er Yamaha U3 – Sondermodell! Es war genau das Klavier, nach dem ich gesucht hatte. Es war Schicksal.
Mein morgendliches Klavierritual traf nun auf mein neues Klavier in meinem Lieblingsstudio. Ich stellte für mich selbst die Regel auf, dass ich jeden Tag etwas ganz Neues anfangen, daran zwei Stunden lang ohne jegliche Beurteilung arbeiten und dann erst hinterher sehen würde, was ich mir da ausgedacht habe. Aus diesen vielen Skizzen nahm Spirit Gestalt an: Eine Sammlung von Songs, die ich allein im Studio mit nichts als einem Klavier gemacht habe, verflochten mit der Zusammenarbeit mit einigen meiner Lieblingsmusiker am Piano. Es sind Lieder über die Liebe in meinem Leben, aber auch über die Liebe zum Klavier, die in mein Leben zurückgekehrt ist.