Purple Haze starteten in Linköping im Jahr 1981. Als Sänger Christer Göransson gegen Ende des Jahres zur Band stieß, wurde der Name zu Genocide geändert (nach der gleichnamigen Nummer von Judas Priest). Nach einem finalen Namenswechsel zu Mindless Sinner entstand im August 1983 das Demo »Master Of Evil«, welches neben dem Titelsong die Stücke “Broken Freedom”, “Key Of Fortune” und “Screaming For Mercy” enthält.
Anfang 1984 erschien über Fingerprint Record Mindless Sinners Debüt-Mini-LP »Master Of Evil«.
Zu diesem Zeitpunkt bestanden Mindless Sinner aus Anders Karlsson (Bass), Magnus Danneblad (Gitarre), Jerker Edman (Gitarre), Tommy Johansson (Schlagzeug) sowie Sänger Christer Göransson.
Das Nachfolgealbum »Turn On The Power« stand schließlich 1986 in den Läden, wie Christer Göransson berichtet: „Nun, »Turn On The Power« wurde bereits im Oktober 1984 aufgenommen, also im selben Jahr, in dem »Master Of Evil« das Licht der Welt erblickte. Aber das Label stand kurz vor der Pleite, also dauerte es mit der Veröffentlichung bis Januar 1986. Und kurz danach waren Fingerprint Geschichte.“
Abermals war die Platte in ein abenteuerliches Cover gehüllt. „Dieselbe Geschichte“, kommentiert der Sänger, „bedank dich beim Label.“ „Wir wollten ein Band-Foto, aber man hörte nicht auf uns. Ich habe keine Idee, wer das Girl auf dem Frontcover war. Ein weiteres Mal bekamen wir die Platte erst zu Gesicht, als sie bereits in den Läden stand.“
„Ich denke, »Turn On The Power« war im Vergleich zu »Master Of Evil« eher ein straightes Heavy-Metal-Album“, beschreibt Christer Göransson die Nachfolgeplatte, „die besseren Stücke waren auf dem Zweitling, auf dem wir auch besser gespielt haben. »Master Of Evil« lieben wir allerdings nicht weniger. Die Verkaufszahlen waren geringer, nehme ich zumindest an, weil das Label Konkurs anmelden musste. Die Reaktionen auf »Turn On The Power« waren indes richtig gut.“
Matthias Mader