Joseph Tholl ist weithin als schwedischer Multiinstrumentalist, Sänger und Songwriter bekannt. Er erlangte internationale Anerkennung als Gründungsmitglied und Gitarrist der Speed-Metal-Band Enforcer (bei der er 2019 offiziell ausstieg). Nach seiner Zeit bei Enforcer gründete er Black Trip (später Vojd) und spielt derzeit Gitarre bei Tribulation.
Nach »Devil's Drum« von 2019 ist »It Might Be Art« sein zweites Soloalbum (und das zweite für High Roller Records). Das Album wurde im Humbucker Studio aufgenommen und abgemischt, das er gemeinsam mit Robert Pehrsson (der auch bei High Roller Records ist) besitzt.
Auf »It Might Be Art« singt Joseph Tholl, spielt Gitarre und den Großteil der Bass-Parts, außerdem übernimmt er Piano und Synthesizer. Robert Eriksson (The Hellacopters) und Jakob Ljungberg (Second Sun) teilen sich das Schlagzeug. Außerdem gibt es einige Gastauftritte von Musikern wie Johannes Andersson (Tribulation), Tobias Lindkvist (Tyrann), Pia Stjärnvind (Serpent Omega), Adam Zaars (Tribulation) und Robert Pehrsson (Dundertåget, Robert Pehrssons Humbucker).
Joseph Tholl ist der Meinung, dass »It Might Be Art« trotz seiner großen Vielfalt immer noch für Heavy-Metal-Fans geeignet ist: „Ich sehe keinen Grund, warum nicht. Ich meine, es ist kein Heavy Metal. Aber ich hoffe, die Leute mögen es so, wie es ist: ein sehr ehrliches und gut gemachtes melodisches Rockalbum.“
„»It Might Be Art« ist sowohl dunkler als auch heller als »Devil's Drum«“, vergleicht der Schwede seine beiden Soloalben. Musikalisch klingt es insgesamt wahrscheinlich etwas heller und poppiger. Aber dann gibt es Songs wie ‚I‘m In A Darkness‘ oder ‚The Burial‘, die wirklich sehr düster sind.‘
Stellenweise sind Einflüsse von Sisters Of Mercy, The Cure, New Model Army und Midnight Oil auf »It Might Be Art« zu erkennen, was Joseph Tholl zum Nachdenken veranlasst: „Es ist unglaublich schwer, einzelne Einflüsse herauszuheben, es gibt einfach zu viele. Neben den Bands, die du erwähnt hast, bietet das Album eine Mischung aus Grunge, Heavy Metal, schwedischem Pop/Rock, AOR usw., die ich zu meiner eigenen Art von Rock ‘n‘ Roll forme.“
MATTHIAS MADER