Vinyl wieder lieferbar, CD ist jetzt im Jewelcase.
Cattle Decapitation haben sich nie davor gescheut, die Ausbeutung der Natur durch den Menschen zu thematisieren, und zeichnen auf Death Atlas ihre bis dato finstersten Zukunftsbilder. Allein das Cover sagt alles: ein gebeugter, ausgemergelter Schnitter, der unsere Erde als ausgebrannte, leere Kugel auf dem Rücken trägt. "Der Leitgedanke besteht darin, wie unbedeutend wir sind, obwohl wir uns das Gegenteil weismachen", erklärt Sänger Travis Ryan. "Darum zeigt das Artwork den Weltraum als Hintergrund - um daran zu erinnern, dass das Universum immer Mittel findet, um sich selbst zu säubern. Aufs übergeordnete Ganze bezogen ist unsere Spezies nichts als ein flüchtiger Gedanke." Die Musik dazu wirkt entsprechend eindringlich, und kaum ein anderes Album dürfte 2019 so schockierend, so erbarmungslos klingen. Es provoziert hochemotionale Reaktionen und zwingt zum Nachdenken über unseren persönlichen Anteil am Herabwirtschaften des Planeten.
Wieder einmal produziert von Dave Otero (flatlineaudio.com), enthält Death Atlas eine Reihe von Gastauftritten: Laure Le Prunenec (Igorrr, Ricinn), Riccardo Conforti (Void of Silence), Dis Pater (Midnight Odyssey), Jon Fishman (Phish) - dazu Blechbläser von Ottone Pesante. Das Resultat ist eine der zerstörerischsten Platten des Jahres, welche eine emotionale Reaktion erfordert.
Während sich die Band zum Touren bereitmacht, wobei sie hoffentlich neue Länder besuchen wird, kann Ryan genau sagen, welche Schlüsse ihre Hörer aus Death Atlas ziehen sollen: "Ich will die Leute vor den Kopf stoßen, damit sie über ihre Zukunft und jene ihrer Angehörigen nachdenken - sich das Leid bewusstmachen, das sie den nächsten Generationen wahrscheinlich zufügen. Wir leben anscheinend alle nur im Hier und Jetzt, statt uns um morgen zu kümmern, was auf die gegenwärtige Situation bezogen falsch ist. Lasst uns verhindern, dass die Zukunft einem entwerteten Scheck entsprechen wird."