Random ReVINYL Edition. Black Mountain, die Frontkämpfer der Black Mountain Army, einem Kunstkollektiv aus Vancouver, British Columbia, schreiben, spielen und nehmen Musik auf, die diese Erkenntnis zum Ausdruck bringt (und besingt): dass Lösungen selten einfach sind, dass die Welt ebenso komplex wie vieldeutig ist und dass Musik, gewürzt mit einer impfenden Dosis Wahnsinn, durchaus der Rattenfänger sein könnte, der uns alle zurück in den Urberg führt, wo unsere Herzen gefestigt und unsere Gedanken befreit werden können. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum ist wie eine Raumsonde aus Bauklötzen, die geheime und geheimnisvolle Botschaften per Schnur zur Erde sendet, unbekannte Gebiete kartografiert und dennoch fest in den Wurzeln des klassischen Rock ’n’ Roll verankert bleibt. Diese Wurzeln sind leicht zu erkennen: Black Sabbath, Pink Floyd aus der „Animals“-Ära, Blue Cheer, Led Zeppelin und Can. Der Gesang des Hauptsongwriters Stephen McBean ist eine geschmeidigere, bluesigere Mischung aus den Stimmen von Neil Young, Mick Jagger und vielleicht einem James Brown, der sich mit Hustensaft vollgepumpt hat. Und wenn Amber Webbers Stimme sich mit Stephens verbindet, erinnert diese Kombination an die Kraft und Chemie von Richard und Linda Thompson, die gemeinsam auf „Shoot Out The Lights“ singen, oder von Meat Loaf und Ellen Foley, die auf „Bat Out Of Hell“ gemeinsam heulen. Abgesehen von musikalischen Vergleichen ist das Black-Mountain-Album zu gleichen Teilen Protestsong, popkultureller Kommentar und ein grooviger Rock-Eintopf, gespickt mit hypnotisierenden Balladen und mitreißenden Liedchen. „Modern Music“ macht den Anfang und leitet über zum imposanten, riffgeladenen „Don’t Run Our Hearts Around“. Unmittelbar danach prägt das Sludge-Rock-Meisterwerk „Druganaut“ den fruchtbaren Kern und den Klang der Platte. Black Mountain haben zudem kürzlich eine 12-Zoll-Single (bei Jagjaguwar) veröffentlicht, die auf der A-Seite einen Extended Mix von „Druganaut“ enthält. Und das derzeitige, sexuell provokante Pendant der Band, The Pink Mountaintops – eine Band, die ebenfalls aus der unerschöpflichen Quelle von Stephen McBeans Geist schöpft –, veröffentlichte im vergangenen Sommer ihr selbstbetiteltes Debütalbum (ebenfalls bei Jagjaguwar).