Auf „Stygian Bough Volume II“ belebt die Zusammenarbeit zwischen BELL WITCH (Dylan Desmond, Jesse Shreibman) und AERIAL RUIN (Erik Moggridge) ihre körperlose Präsenz, die beiden Kooperationsprojekten ähnelt und gleichzeitig eine eigene Einheit bildet. Im Laufe einer Stunde heben sich vier Musikstücke vom Repertoire beider Bands ab und erschließen neues Terrain, während sie gleichzeitig mit der ursprünglichen Begegnung verbunden bleiben.
Im Laufe des Albums entfaltet sich eine zyklische Welt, in der verschiedene Perspektiven darauf untersucht werden, wie verschiedene Formen der Verehrung sich gegenseitig stärken, verdrängen, zerstören und nähren.
„Waves Became The Sky“, der Eröffnungstrack auf Volume II, erinnert an „Rows (of Endless Waves)“ aus Bell Witchs Debütalbum Longing. Hier kam es zum ersten Kontakt zwischen Bell Witch und Aerial Ruin, während „King of the Wood“ schnell in einen Abgrund abtaucht, den Death-Doom-Fans von Thergothon und My Dying Bride als vertraut empfinden werden. Track drei, „From Dominion“, beginnt mit dem Power-Trio, das an die Elemente des dunklen Folk-Temperaments von Aerial Ruin erinnert. Mit einer Stimme, die man sich aus einer vergessenen Dimension im alten Albion vorstellen kann, zieht Moggridge einen Faden, der ebenso bezaubernd ist wie der Song selbst. „The Told and the Leadened“, der letzte und mit etwas mehr als neunzehn Minuten längste Track des Albums, handelt von den Zyklen der Macht und davon, wie sie sich gegenseitig verdrängen und stützen.
Das Ergebnis sind vier beeindruckende Songs, die von Mystik, Legenden und der Untersuchung der Verbindungsfäden durchdrungen sind, die die Kultur, Mythologie und Bräuche aller menschlichen Gesellschaften im Laufe der Zeit auf einzigartige, lokalisierte Weise prägen und beeinflussen.
Trackliste
1. Waves Became The Sky
2. King of the Wood
3. From Dominion
4. The Told and the Leadened