Tipp! Seit ihrer Gründung haben sich die Downtown Boys unermüdlich als künstlerisches und politisches Projekt weiterentwickelt. Sängerin Victoria Marie und Gitarrist/Sänger Joey La Neve DeFrancesco lernten sich bei Gewerkschaftssitzungen kennen, als sie gemeinsam in einem Hotel in Providence, Rhode Island, arbeiteten, und schrieben viele der frühen Songs der Band über Gewerkschaftsarbeit und ausbeuterische Arbeitsbedingungen. Das Quintett wird vervollständigt durch Joe DeGeorge (Saxophon/Synthesizer), Mary Jane Regalado (Bass) und Joey Doubek (Schlagzeug). Im Laufe jahrelanger Tourneen und dreier gefeierter Alben sind die Downtown Boys als Künstler, Musiker und Organisatoren stetig gewachsen. Nun legt die Band mit „Public Luxury“ ein fesselndes Album vor, das die Politik in den Mittelpunkt rückt und gleichzeitig den bisher eindringlichsten und kraftvollsten Sound der Band hervorbringt. Die Definition von „Public Luxury“ deckt sich weitgehend mit dem Titel der zweiten LP der Downtown Boys, „Full Communism“. Ganz einfach gesagt bedeutet „Public Luxury“ „alles für alle“. Es ist das hartnäckige Beharren darauf, dass eine bessere Welt möglich ist, bei gleichzeitiger voller Anerkennung der Schrecken, die wir täglich erleben, sowie der individuellen und kollektiven Verantwortung, dem Nihilismus und der Hoffnungslosigkeit zu widerstehen, die wir alle empfinden. Slogans wie „Alles für alle“ und „Wir werden alles haben“ verkörpern perfekt das kathartische, gemeinschaftliche Live-Erlebnis, das diese Gruppe von Multi-Instrumentalisten schafft. Diese Slogans fassen auch die integrative, fröhliche Klangfusion zusammen, die das Album auszeichnet: Hymnischer Punk und Indie-Rock vermischen sich mit lateinamerikanischen Traditionen, Drumcomputer verschmelzen mit akustischem Schlagzeug, Saxophone untermalen die Riffs, und Synthesizer-Schichten sorgen für klangliche Akzente von New Wave bis Industrial. Die Bandbreite, die „Public Luxury“ abdeckt, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, und doch wirkt das Album absolut lebendig und stimmig. „Public Luxury“ ist eine Rückbesinnung auf die Vergangenheit der Band im Dienste ihrer Zukunft. Es wurde von DeFrancesco gemeinsam mit dem Toningenieur und langjährigen Downtown-Boys-Unterstützer Seth Manchester (Lambrini Girls, Lightning Bolt, Model/Actriz) im Studio und Kunstraum „Machines With Magnets“ in Pawtucket, Rhode Island, produziert – unweit von Providence, Rhode Island, der ersten Heimat der Band. Victoria Maries Großmutter – eine prägende Persönlichkeit für die Band während ihres gesamten Bestehens – verstarb im Mai 2025, und ihr Einfluss prägt das Album maßgeblich; die Songs „No Me Jodas“ und „Sirena“ sind konkrete Verkörperungen der Liebe zwischen einer Frau und ihrer Vorfahrin. Jenseits von Verlust, Wut und Frustration der Gegenwart weist Public Luxury mutig auf eine lebendige, offenherzige Vision sowohl von Musik als auch von der Welt hin: „Unsere Musik ist einfach für alle, die an die neue Zukunft glauben, die wir gemeinsam gestalten können“, erklärt Victoria Marie. „Eine Welt, die zwar unbeholfen und widersprüchlich sein wird, aber in allem, was wirklich zählt, wahrhaft frei.“