Harsh Reality – das vierte Studioalbum von The Drowns aus Seattle – ist eine unentschuldbar politische Punk-Platte, die diesen September über Pirates Press Records erscheint.
Aufgenommen in The Blasting Room in Fort Collins, Colorado, von Punkrock-Legende Bill Stevenson (Descendents, Black Flag) und gemischt von Jason Livermore (Teenage Bottlerocket), fusioniert diese Sammlung von 13 neuen Songs alles, was Fans an den früheren klanglichen Experimenten der Band geliebt haben. Sie fokussiert dies in laserscharfes, melodisches Songwriting, das fest im Punkrock verwurzelt ist, aber das Potenzial hat, Hörer aus allen Lebensbereichen zu erreichen.Sänger und Gitarrist Rev Peters, Sänger und Bassist Andy Wylie und Schlagzeuger Jake Margolis haben die Tracks weitgehend selbst eingespielt – mit Ausnahme von zusätzlichen Gitarrenparts bei „Vengeance“ von Zach Blair (Rise Against, Only Crime, GWAR) und einem Hauch von Akkordeon bei „3rd & Pike“, beigesteuert von Matt Hensley (A-100s, Flogging Molly).Während sich der Titel der Lead-Single „Relentless“ (Unerbarmlich) leicht auf das berüchtigt ununterbrochene Tour-Pensum von The Drowns beziehen könnte, meint er stattdessen etwas weitaus Humaneres: die erdrückende Last des Kapitalismus auf die arbeitende Armut (Working Poor). Der Song thematisiert den Tribut, den dies für die psychische Gesundheit fordert – das tägliche, pausenlose Kämpfen, nur um am Ende immer weiter abgehängt zu werden. „Ich wünschte, das Leben würde einfach mal eine Pause einlegen“, klagt Rev.Das Album enthält zwar eine gehörige Portion Gift, doch wie bei alllem großartigen politischen Punk in der Tradition von The Clash oder Stiff Little Fingers stellen die Texte den Menschen vor die Polemik. Sie reichen die Hand voller Mitgefühl in einer Zeit, in der dieses erschreckend knapp geworden ist. „Ich bin mir sicher, dass wir das alles ändern könnten, wenn wir nur ein Herz hätten“, fleht Andy in „Have a Heart“.Dies ist lebensbejahende Musik für harte Zeiten, gemacht für alle, die sie gerade dringend gebrauchen können. Es ist eine Platte, die der hart erarbeiteten Position der Band als Fan-Favorit in der globalen Punk-Szene einen noch größeren Auftrieb geben wird. Für eine Band, die weltweit Fans erobert hat – Album für Album, Show für Show –, ist das ein großes Statement, aber einfach ausgedrückt: Harsh Reality zeigt The Drowns auf dem absoluten Höhepunkt ihres Könnens.