Matula - Schwere
EMOPUNK
Format

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Beschreibung

Auf Allen Festen war stark, ich erwarte Großes! Und jetzt, nach mehrmaligem Hören der Promo, kann ich bestätigen:
MATULA sind voll auf der Höhe! Wem die letzte zu indiepoppig war, kriegt auf der neuen was um die Ohren gehauen, im gleichen dichten und drückenden Breitwandsound und zum Glück nach wie vor mit diesen tollen Gesangsharmonien, die sowas wie das Alleinstellungsmerkmal der Nordlichter sind, wie ich finde, aber an Gitarren, und auch im Gesang wieder treibender & dringlicher als zuvor. Wer also Blinker mochte, ist hier richtig. Und die Textzeilen für die Ewigkeit gibt es auch wieder: hinfallen ist wie anlehnen - nur später.

Übrigens möchte ich hier mal darauf hinwiesen, dass MATULA natürlich seit jeher zur deutschsprachigen Emopunk-Mischpoke gehören (Captain Planet, duesenjaeger, Turbostaat etc), in meinen Ohren aber deutlich dichter an amerikanischen Vorbildern sind wie vor allem z. B. späten JAWBREAKER, frühe JIMMY EAT WORLD oder auch HOT WATER MUSIC. Diese hymnischen Finger-in-die-Luft-Momente scheinen MATULA nämlich erfunden zu haben.
So! Daher kommt das auch, dass man nach abwechslungsreichen und starken 35 Minuten direkt Lust hat, die Platte nochmal umzudrehen (bzw die Promo wieder anzumachen, Platte ist ja noch nicht raus).

Hier das offizielle Info, das sich mit meinem Eindruck deckt:

'Über vier Jahre sind seit der letzten Veröffentlichung von Matula aus Hamburg vergangen, jetzt ist endlich ihr viertes Album in Aussicht: "Schwere" erscheint am 24. August 2018.
War die vorangegangene Platte "Auf allen Festen" (2014) noch durchzogen vom Überangebot der Möglichkeiten, der daraus resultierenden FOMO und der Frage, ob man den ganzen Quatsch mitmacht, ist das neue Album "Schwere" quasi der Kater nach der Halligalli-Party, zu der man dann doch hingegangen ist:
War ja alles schön und gut (oder auch nicht), was hatten wir für einen Spaß, schön Dich mal wiedergesehen oder "kennengelernt" zu haben, aber: Was jetzt...?
Hier setzt die Platte an. Eine nötige Bestandsaufnahme.
Anhaltende Leere, vertane (vermeintliche) Chancen überall, Sackgassen, Zwickmühlen. Einsamkeit, belegte Lunge und Gemüht. Das volle Programm einer Anti-Party, auf der man lieber nicht eingeladen sein möchte, aber gezwungen ist, hinzugehen. Und das verkatert. Und über allem diese bleierne Schwere, die einen fast handlungsunfähig zurücklässt. Nur: Aussitzen ist nicht. Das hier muss und wird weh tun.
Auch Matula kennen das und haben diese Platte genau darüber gemacht. Damit es erträglicher wird. Eine Aussortierung, ein Loswerden. Luft bekommen und versuchen, den Blick in Richtung der Dinge und Menschen zu schärfen, die im viel zu lauten Taumel bedingungslose Bojen sind. Schließlich merken: Wir sind hier glücklicherweise doch nicht alleine. Aufgabe ist nicht.
Und so geht hier alles etwas mehr nach vorne, als Matula zuletzt klangen - der Pop-Anteil wird zu Gunsten von mehr Dringlichkeit zurückgeschraubt, denn schließlich ist die Feier erst einmal zu Ende und an den Anlass dieser erinnert sich keiner mehr. Zehn neue, über das Jahr 2017 in Südhessen mit Raphael Rasmus aufgenommene, Songs in 35 Minuten, die sich gegen die Schwere stemmen.'

Format: lp CD col lp+cd limitiert
Medium: cd Vinyl

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